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Naturheilkunde

Lange bevor die Schulmedizin, also die auf wissenschaftlichen Grundlagen basierende und auf Universitäten gelehrte Medizin, den beherrschenden Einfluss auf das Denken der Menschen nahm, setzte man sich schon mit der Frage der Gesundheit auseinander.

Die Heilung von Krankheiten hat eine Tradition, die Tausende von Jahren alt ist.

Die heute vorherrschende Schulmedizin ist dabei nur eine Sichtweise von vielen und dazu noch eine relativ junge. Sie hat ohne Zweifel ihre Stärken (z.B. Notfallmedizin, Chirurgie, Diagnose), doch wird ihr Wert hinsichtlich einer echten Heilung weit überschätzt.

Ein Mensch ist mehr als eine Ansammlung von Körperzellen, deswegen ist es wichtig Behandlungsstrategien und Diagnosemethoden anzuwenden, die dieser Tatsache gerecht werden. Diese Sichtweise nennt sich ganzheitlich.


Naturheilkunde - Wege zur Gesundheit

Ursprünglich wurde der Begriff der Naturheilkunde vom Münchner Naturarzt Dr. Lorenz Gleich geprägt, der 1850 damit die damalige Wasserheilkunde durch neue Konzepte natürlicher Anwendungen erweiterte.  

 

Mittlerweile hat sich unter dem Begriff „Naturheilkunde“ eine Vielzahl von unterschiedlichen Behandlungs – und Diagnosemethoden etabliert, die versuchen auf natürlichem Wege die innere Harmonie des Kranken wieder herzustellen. Die moderne Naturheilkunde verbindet aktuelles medizinisches, biophysikalisches, biologisches und chemisches Wissen mit den tiefgreifenden Erkenntnissen der Erfahrungsheilkunde. Auf diese Weise werden naturwissenschaftliche Einsichten mit ganzheitlichem Denken vereint und eine neue Form der medizinischen Sicht – und Denkweise geschaffen, die die wahren Ursachen von Krankheit erfassen kann.

Die Naturheilkunde ist das Bestreben mit natürlichen und überwiegend völlig unschädlichen Verfahren den Zustand der Gesundheit wieder herzustellen. Dabei werden unter anderem Medikamente aus Pflanzen oder Mineralien in Form milder Urtinkturen, spagyrischen oder homöopathische Zubereitungen eingesetzt. Das Ziel der Naturheilkunde ist die Anregung der Selbstheilungskräfte des Menschen durch rechte Lebens- und Ernährungsweise, sowie durch Ausgewogenheit im Denken und Fühlen.

Bei der Behandlung des Fieber wird der Unterschied zwischen wissenschaftlichen und naturheilkundlichen Vorgehen besonders deutlich.

Die Schulmedizin versucht durch den Einsatz von Antibiotika und fiebersenkenden Mitteln die Entzündungen im Körper zu stoppen. Die Naturheilkunde fördert das Fieber, sofern es nicht gerade lebensbedrohlich ist, weil die Temperaturerhöhung die Abwehrkraft des menschlichen Körpers insbesondere gegen Viren fördert. Auf diese Weise wird der Entzündungsprozess nicht blockiert, sondern beschleunigt und damit zum erfolgreichen Abschluss gebracht. Danach geht der Körper gestärkt aus dem abgelaufenen Prozess hervor. Entzündungen, die durch Antibiotika unterdrückt werden, bleiben meistens als halb abgelaufene Prozesse im Körper zurück und reaktivieren sich nach einiger Zeit wieder (3 - 16 Wochen) oder werden chronisch.

Die Faszination durch die modernen Technologien lässt oft vergessen, dass es ein über Jahrhunderte gesammeltes Wissen über Heilpflanzen, Heilmethoden und Naturheilverfahren gibt, welches dem Wesen des Menschen viel näher kommt und wirklich Heilung bringen kann.

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